Das Pächterhaus ist das älteste Haus und gewissermaßen der Kristallisationspunkt des Stadtteils Ziebigk. Innenschriftentafeln weisen als Bauzeit das Jahr 1743 aus. Der Ortsname Ziebigk deutet auf eine ursprünglich slawische Siedlung hin. Die mittelalterliche Dorfstätte lag vermutlich auf der hochwasserfreien Erhebung des Kirschberges.

Seit 1768 ist Ziebigk als Dorf zu betrachten Ziebigk wuchs anfangs nur langsam. Bei einer 1789 durchgeführten Volkszählung wurden 58 Einwohner registriert. Einen Eindruck vom damaligen Aussehen des Ortes vermittelt der 1809 gezeichnete Stadtplan von Dessau und Ziebigk. 1818 hatte das Dorf 73 Einwohner in 13 Häusern. Im Jahr 1900 war die Bevölkerung bereits auf 1222 Menschen (597 Männer und 625 Frauen) in 282 Haushalten angewachsen 1923 wurde Ziebigk zu einem Dessauer Stadtteil und hatte 2230 Einwohner. Das billige Bauland in Stadtnähe, die Nachbarschaft zum Georgengarten und die Naturschönheiten von der Kienheide bis zur Elbe lockten neue Besucher an.

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